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FASD-Betroffene und ihre Angehörige

Herzlich Willkommen

Wir freuen uns sehr, dass Sie uns gefunden haben.

FASD-Kinder fordern ihre Familien in vielerlei Hinsicht. In jedem Lebensabschnitt, wie z.B. Kindergarten, Schule oder Berufseinstieg, und in vielen persönlichen Situationen haben FASD-Kinder oft große Schwierigkeiten.

Mit Verselbständigung und Volljährigkeit stellt sich die Frage nach der weiteren Betreuung der betroffenen Menschen. Pflegeeltern sind in einer besonderen Situation, wenn das Pflegeverhältnis endet.

Hier finden Sie erste Antworten auf Ihre Fragen. Sehr gerne können Sie auch einen (telefonischen) Termin in unserer Beratungsstelle vereinbaren, damit wir gemeinsam über Ihre Anliegen sprechen können.

Einige Fragen können wir Ihnen vielleicht schon beantworten, da wir gut vernetzt sind und wissen, worauf es bei den Schritten bis ins Erwachsenwerden ankommt.

Das Leben mit einem FASD-Betroffenen Kind

Ungeduld, Vergesslichkeit, Aggressivität – diese Eigenschaften kennen viele Eltern von Ihren Kindern, wenn sie an FASD leiden.

Wie schwierig ist es oft, die Geduld aufzubringen, die Situation nicht eskalieren zu lassen. Verständnis für ein Kind aufzubringen, das einfach nicht anders kann.

Wir möchten Ihnen mit dieser Seite helfen, Ihnen die Gefühlswelt Ihres Kindes ein wenig transparenter zu machen.

Die FASD-Diagnose: Fluch oder Segen?

Viele Eltern scheuen sich davor, bei ihrem Kind eine FASD-Diagnose stellen zu lassen oder den Antrag auf Schwerbehinderung zu stellen. Die Angst vor Abstempelung und Stigmatisierung ist hoch.

Eine gesicherte und fundierte Diagnose kann Eltern, Erziehern, Betreuern, Ärzten und Therapeuten jedoch helfen, die Probleme und Schwierigkeiten von Menschen mit FASD besser einzuordnen und entsprechend zu begleiten.

Mit einer gesicherten Diagnose können Hilfen, z.B. Schwerbehindertenausweis, Pflegeversicherung etc., die unter Umständen auch im Erwachsenenalter dringend notwendig sind, eher genehmigt werden. Diese Hilfen sind je nach Alter und Schweregrad der Schädigung unterschiedlich.

Die Diagnose sollte auf jeden Fall von speziell geschulten Ärzten gestellt werden, um ähnliche Krankheitsbilder von FASD abgrenzen zu können.

Das optimale Alter für die Diagnose von FASD liegt zwischen 8 Monaten und 10 Jahren, da die charakteristischen Gesichtsmerkmale im Jugend- und Erwachsenenalter abnehmen. Neben typischen äußeren Merkmalen, kognitiven Störungen sowie Problemen in Wahrnehmung, Sprache und Motorik belasten v.a. Verhaltensstörungen sowie soziale und emotionale Auffälligkeiten Eltern und Umfeld.

Gefühlschaos einen FASD-Betroffenen

„Ich fühle mich so allein, die Ausbildung klappt nicht, schulden habe ich auch, öfter habe ich keine Lust mehr…“

„In der Schule strenge ich mich an, bemühe mich an Regeln zu halten und doch raste doch immer wieder aus.“

„Es gibt in meinem Leben ein schönes und schlechtes Chaos.“

„Es regt mich total auf, wenn sich mein Tagesplan ändert.“

Trotz größter Anstrengungen schaffen es viele FASD-Betroffene nicht, ihr Leben selbständig zu bewältigen.

Die Herausforderungen fangen bereits früh mit dem rechtzeitigen Aufstehen an, gehen weiter mit dem korrekten Fertigmachen und enden noch lange nicht mit dem pünktlichen Schul-/bzw. Arbeitsweg.

Die konstante Reizüberflutung und der Erwartungsdruck der Umwelt setzen FASD-Betroffene oft unter einen enormen Stress.

Sie als Eltern können es Ihrem Kind deshalb so leicht wie möglich machen, diesen Druck zu verringern. Achten Sie auf die Entwicklung von Süchten!

Weitere Informationen erhalten Sie auch auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

FASD-Therapie

FASD ist nicht heilbar, da es sich um alkoholbedingte Funktionsdefizite des zentralen Nervensystems handelt. Aber die Auswirkungen und Symptome können oft in ihrer Ausprägung verringert und verbessert werden. Eine gezielte Diagnostik hilft die individuellen Störungsmuster zu erkennen.

Therapien können das Potential, das jedes Kind hat, fördern und unterstützen. Dabei sind Prognosen schwierig zu stellen. Oft kommt es mit zunehmendem Alter zu partiellen Verbesserungen. Es lässt sich nicht vorhersagen, welcher Therapiemix für Ihr Kind der Beste ist. Vermeiden Sie Überforderungen. “Therapiehopping“ nützt ihrem Kind nichts.

Therapieoptionen und Unterstützungsmöglichkeiten:

  • Frühförderung
  • Heilpädagogik
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Logopädie
  • Motopädie
  • Traumatherapie (besonders bei Pflege- und Adoptivkindern)
  • Musiktherapie
  • Hippotherapie
  • Medikamentöse Therapie, z.B. mit Methylphenidat (z.B. Ritalin, Medikenet)
  • Ernährung
  • Soziales Kompetenztraining
  • Elterncoaching

Es gibt eine Vielzahl weiterer Therapieangebote. Gerade im naturheilkundlichen Bereich haben viele Eltern über gute Erfolge berichtet. Emotionscode, Homöopathie, Tonfeld, Osteopathie – fragen Sie uns, wir helfen Ihnen gerne weiter.

Projekte des FASD Netzwerk Nordbayern e.V.

Seit zehn Jahren ist es uns eine Herzensangelegenheit, FASD-Betroffene und ihre Familien zu unterstützen.

In der Beratungsstelle Nordbayern arbeiten wir kontinuierlich an weiteren Projekten, die Ihnen und Ihren Kindern und Jugendlichen das Leben erleichtern können:

  • Eseltherapie
  • Stressstopp – Gruppenangebot für Jugendliche ab 14 Jahren
  • Wohn- und Arbeitsprojekte
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